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Themen
Cover der Zeitschrift Geistige Welt, Heft 6/2021 zum Thema Christus – unser Heiland
Geistige Welt 6/2021
Christus – unser Heiland
Beschreibung

“Freuet euch, der Heiland ist geboren!” Jedes Jahr zur Weihnachtszeit wird die Christenheit aufs Neue an die Geburt des Erlösers erinnert. Doch die wenigsten wissen, was diese Erlösung bedeutet; die wenigsten wissen, dass die Menschen gefallene Engel sind, die den Himmel einst wegen ihres Ungehorsams hatten verlassen müssen.
Dieses Heft erläutert, wie Christus im Auftrage Gottes in diese Welt gekommen ist, um die abgefallenen Wesen zurückzugewinnen, um sie Luzifer, der sie einst mitgezogen hatte, abzuzwingen und allen den Weg zurück zum Vater zu bahnen. So konnte Christus verheissen: “Ich gehe hin, um euch im Reiche meines Vaters eine Wohnung zu bereiten”, denn dank seinem Erlösungswerk ist es seit 2000 Jahren einem jeden wieder möglich, den Weg des Aufstiegs zu beschreiten und in die verlorene himmlische Heimat zurückzukehren. Das Wissen um diese Möglichkeit sollte einen jeden Menschen beglücken. Und in diesem Wissen soll er – so eine Anregung in diesem Heft – dem Nächsten in der Weihnachtszeit in Christi Namen Freude bereiten, in grosser Freude darüber, selber von ihm so reich beschenkt worden zu sein.

Themenheft 6/2021: Christus – unser Heiland

Inhalt
Besinnung und Vorbereitung in heiliger Weihnachtszeit

Josef, 17. Dezember 1960

Besinnung und Vorbereitung in heiliger Weihnachtszeit

Die Menschheit hat Christus unendlich viel zu verdanken. Er brachte ihr die Lehre von der Nächstenliebe, von Güte und Verzeihung und öffnete ihr die Brücke zurück zum Vater. “Ich gehe hin, um euch im Reiche meines Vaters eine Wohnung zu bereiten” – welch beglückende Verheissung liegt in dieser Botschaft! Durch das Erlösungswerk Christi ist es einem jeden Menschen möglich, den Weg des Aufstiegs zu beschreiten und die einst verlorene himmlische Heimat wiederzugewinnen.

Josef: Gott zum Gruss. Liebe Geschwister, schon manche Seele wurde erfreut durch das hohe Fest des Herrn. Nur zu kurz ist bei den meisten diese Freude, und viele freuen sich in der Hauptsache auch nur wegen der Geschenke, die sie einander bereitet haben. Die Geisterwelt Gottes aber möchte der ganzen Menschheit zurufen: “Erinnert euch an die Geburt des Herrn, und freuet euch heute wieder über diese Botschaft!” So wird es jedes Jahr aufs Neue verkündet, und die Engelswelt Gottes möchte es der ganzen Menschheit zurufen: “Freuet euch, der Heiland ist geboren!”

Wie wenige Christen sind es, die den wahren Sinn des Erlösungsplans kennen. Wäre er ihnen bewusst, würden sie ihr Leben anders ausrichten, sie würden auch bessere Menschen werden. Ich möchte euch die grosse Bedeutung und die grosse Freude über die Geburt des Heilands nur kurz in Erinnerung rufen. Er brachte der Menschheit die Erlösung. Doch wie viele sind sich nicht bewusst, was diese Erlösung heisst. Die meisten wissen nicht, dass die Menschen die einst gefallenen Engel sind und dass Gott durch sein Erbarmen und seine Güte eine Erde schuf und es geschehen liess, dass es den Gefallenen möglich werde, im Zuge des Aufstiegs Mensch zu werden und hier auf Erden unter Beweis zu stellen, dass man an einen Gott glauben kann, ohne seine Herrlichkeit in nächster Nähe zu erleben. Wir möchten es der Menschheit zurufen: “Im Zuge des Aufstiegs bist du so weit gekommen und stehst heute an deinem Platz.”

Christus musste es damals als Mensch in jener teils sehr ungläubigen Welt beweisen, dass er der Sohn Gottes war. Er verkündete die Lehre Gottes und diese neuen Gesetze. Er sprach: “Liebe den Nächsten wie dich selbst” (Mat. 22, 39), während die meisten Menschen nicht daran dachten, den Nächsten zu lieben, sondern Unrecht mit Unrecht vergalten. Keine Liebe gaben sie dem andern, es sei denn aus irgendeiner Berechnung oder dass sie zu jenen frommen und gerechten Menschen gehörten, die es dazumal auch gab. Es gab fromme und gerechte Menschen, doch sie waren nicht in der Überzahl.

So kam der Heiland in diese Welt und lebte unter den Menschen und verkündete eine neue Lehre, eine Lehre von Liebe, von Verzeihen. Und er heilte Kranke, Wunder wirkte er für die Augen der Menschen – hier sagte er ihnen: “Gott hat mir diese Kraft gegeben; ich bin der Sohn Gottes.” Doch er wurde von vielen verhöhnt und ausgelacht. Man glaubte nicht an sein Wort. Seine Lehre erschien den Menschen so sonderlich, wenn er sagte: “Wenn einer dich auf die Wange schlägt, dann halte auch die andere hin; und wenn einer den Rock verlangt von dir, gib ihm auch den Mantel” (Mat. 5, 39–40). Eine sonderliche Lehre war es für jene Menschen. Doch diese Lehre sollte erfasst werden von der Menschheit, nicht nur von der Christenheit.

So hatte Christus einen grossen Kampf auszufechten. Aber er wusste es, er wollte für seine Geschwister diesen Weg gehen. Er wollte im Glauben an Gott stark sein und ihnen beweisen, dass er Gottes Sohn ist – dann sollte ihm ja die Möglichkeit gegeben sein, den Gefallenen die Brücke zu öffnen ins Himmelreich. Sie alle sollten wieder zurückkehren zum Vater.

Diese Rückkehr zum Vater ist aber ein langer Weg. Und so verkündet die Geisterwelt Gottes immer wieder die christlichen Botschaften, und immer wieder erklärt sie den Heils- und Erlösungsplan, um die Menschheit der Wahrheit näherzubringen. Sie ruft die Menschen auf zum Überlegen und zum Denken. Sie will ihnen klarmachen, dass der Weg zurück zum Vater offen steht durch die wunderbare Erlösungstat von Jesus Christus und dass heute noch gilt wie auch in Aber- und Abertausenden von Jahren, dass man auch das Kreuz auf sich zu nehmen hat und Christus nachfolgen soll.

In dieser christlichen Lehre findet man die Hilfe, um die schwere Last, die der eine und andere auf sich hat, tragen zu können. Wer nun in diesem festen Glauben ist und sein Kreuz zu tragen hat, der trägt es nicht allein. Die himmlische Welt kommt ihm entgegen, sie hilft ihm; sie ist bereit, sein Kreuz mitzutragen, wenn er sich zum Reich Christi bekennt. Die himmlische Welt ist bereit dafür. Sie besucht die Menschen, sie tritt ganz nahe an sie heran und erklärt: “Siehe, damals leuchtete jenen Hirten ein Stern und zeigte ihnen den Weg zum Heiland. Heute leuchtet dem Menschen der Funke Gottes in seiner Seele und zeigt ihm den Weg zu Gott. Er gibt ihm die Kraft, den Weg nicht zu verlieren.”

Der Funke Gottes im Menschen schafft die Möglichkeit, andere im Glauben zu festigen, dass auch sie dem Glanze nachgehen, der aus einem Menschen herausgeht – dem Glanz oder der Liebe, der ausgeglichenen Wesensart. Der fromme und gerechte Mensch, der seine Achtung erworben hat von den Mitmenschen, ist ein Wegweiser in dieser christlichen Lehre. Jenen Menschen sollte man nachfolgen, sie zeigen den Weg. So leuchtet auch heute noch jedem Menschen ein Licht: sein eigenes Licht, von Gott gegeben. Er kann diesem Lichte nachgehen, doch er muss ein frommer und gerechter Mensch sein und tief in seinem Glauben.

Wir möchten den Menschen daran erinnern, dass die Zeit kommen wird, da er von dieser irdischen Welt abzutreten hat und in die andere Welt hinübergehen kann. Dort ist sein Platz schon vorbereitet. Man wird ihn an den Ort führen, wo er hingehört. Und wir möchten den Menschen heute in Erinnerung rufen: Denkt an die Worte des Herrn: “Ich gehe hin, um euch eine Wohnung zu bereiten” (Joh. 14, 2). Christus ist hingegangen, und alle Wohnungen sind bereit.

Bedenke einmal, wenn du selbst dereinst hinüberziehst und um Einlass bittest und nach deiner Wohnung fragst. Die Engelswelt sagt: “Wir haben wunderschöne Wohnungen besonders hergerichtet für jene, die bescheiden und zurückgezogen leben mussten, die von der Mitwelt nicht angenommen, nicht ernst genommen wurden, die unter Menschen leben mussten, die ihnen eine gewisse Verachtung entgegenbrachten.” Sie waren aber fromme und gerechte Menschen. Es fehlte ihnen das Ansehen, weil sie in Armut lebten und keine besonderen Talente besassen, was es ermöglicht hätte, von den Mitmenschen besonders geachtet zu werden. Viele litten darunter und klagten es in ihren Gebeten dem Herrn. Sind sie stark im Glauben und kommen sie nun in die Seelenwelt hinein, dann sagt man ihnen: “Wir haben deine Wohnung besonders hergerichtet; du warst stark im Glauben, und du musstest viele Demütigungen auf dich nehmen; hier bei uns bekommst du die dir gebührende Ehre, die du verdient hast. So zieh ein in dein Haus, es ist geschmückt und vorbereitet worden für dich.”

Andere Wohnungen wurden besonders hergerichtet und geschmückt für jene tugendhaften Menschen, die grosse Aufopferung leisteten. Wie könnte die Engelswelt auch anders, als diese himmlischen Wohnungen herzurichten und sich zu freuen über die, die da kommen und um Einlass bitten. Sorgfältig und wundersam hergerichtet wurden die Wohnungen auch für jene, die um ihres Glaubens an Gott und an die Geisterwelt Gottes willen ausgelacht und verhöhnt wurden und stark im Glauben blieben. Grosser Jubel herrscht über die Einkehr dieser Seelen. Die Geister Gottes haben das Wort des Herrn erfüllt, in seinem Auftrag haben sie die Wohnungen ausgestattet. Und er selbst ist eingekehrt in diese Wohnungen und freut sich über die, die da kommen.

Im Weiteren gibt er seinen Getreuen den Auftrag: “Gehet hin zu den Menschen, zählet mir die Gerechten, die da sind, und die Frommen, und zeichnet sie.” Und seine Getreuen gehen hin, zählen sie und zeichnen sie. Und wiederum kommt die Anweisung: “Wohnt bei ihnen, bei den Frommen, Gläubigen und Gerechten.” Es ziehen nicht nur einige Engel Gottes hin, sondern es sind Scharen, die den Menschen durchs Leben begleiten. Es kommen auch immer wieder neue dazu im Auftrage Gottes und im Auftrage Jesu Christi, der ihnen sagt: “Behütet und bewahrt mir die Frommen und Gerechten. Geht zu ihnen hin und begleitet sie durchs Leben.”

So treten sie zum Menschen hin und führen ihn durchs Leben. Und der Mensch, er sagt: “Ich sehe sie nicht, ich spüre sie nicht.” Und wir müssen ihm entgegnen: “Doch, die Herrlichkeit Gottes steht dir so nahe gegenüber. Du bist in diese Welt gesetzt, du sollst beweisen, dass du einen starken Glauben hast und nicht nur einen oberflächlichen. Stark im Glauben sollst du sein, sollst du werden, auch wenn du nichts von der Herrlichkeit Gottes siehst, wie du es möchtest.” Viel von der Herrlichkeit Gottes umgibt die Menschheit, doch es wird nicht gewürdigt, nicht mehr gesehen. Die Engelswelt geht aufs Neue hin und erfüllt ihre Aufgaben. Sie versucht die Menschen der Wahrheit nahezubringen, sie versucht die Menschen zu inspirieren und zum Guten zu führen, vom Bösen wegzuhalten.

Ich kann nicht unterlassen, auch auf jene Gegenspieler hinzuweisen. Hätte nur die gute Geisterwelt ihre Hände im Spiel, dann wäre lauter Friede auf Erden, dann wäre wirklich Friede unter den Menschen. Doch es ist so, dass noch andere ihr Recht ausüben unter der Menschheit. Das, was den Menschen von der guten Geisteswelt gesagt wird, kann durch die Einflüsterung des Bösen zunichtegemacht werden. So manches Mal erscheint es dem Menschen viel verständlicher, den bösen Einflüsterungen zu folgen; denn es liegt seinem Wesen viel näher, und er kann dem viel mehr Glauben schenken. Das Böse weiss sich so gut an den Menschen heranzuschleichen, ihn zu umweben, ihm zu schmeicheln. Und während sich mancherorts beim Menschen ein Kampf abspielt zwischen diesen unsichtbaren Mächten, ahnt der Mensch selbst nichts davon. Könnte er doch erkennen, dass er selbst der sogenannte Feldherr ist! Er befiehlt – dieser oder jener Macht. Der Mensch selbst ist es, der das Böse von sich weisen und das Gute behalten, es zu sich ziehen und entfalten kann. Der Mensch ist es, der jenen Einflüsterungen des Bösen gehorcht und sie als Wahrheit betrachtet.

Der Mensch steht fern vom Glanz Gottes, von jener Herrlichkeit, von der er einst umgeben war. Er steht in seiner Welt und muss sich hier behaupten. Und die Botschaften werden immer wieder verkündet: “Stärke dich im Glauben an Gott, werde ein gerechter, werde ein edler Mensch; meide jede Ungerechtigkeit, meide jeden Streit, werde Gott gefällig.” Es ist der Mensch, der diesen Worten nicht immer nachsinnt; denn das Leben dringt und stürzt auf ihn ein. Er muss leben, er braucht die notwendigen Dinge zum Leben, und sie müssen erworben werden, wenn er leben will. Und er sehnt sich nach dem bequemen Leben und fragt nicht: “Was verbietet mir Gott? Und was darf ich tun? Was ist Gerechtigkeit?” Er hört viel mehr auf die Einflüsterungen der niederen Geisteswelt, was er tun soll, und so können andere Schaden leiden. Herzenskälte dringt aus ihm heraus, wo er dem andern Herzenswärme zu geben hätte – und der Mensch zieht weg von Gott und seiner Herrlichkeit. Er kann sich wieder aufraffen, und er tut es immer wieder von Zeit zu Zeit und geht Gott wieder ein Stück entgegen. Doch dann bleibt er wieder stehen, und die Versucher kommen wieder. Und wieder geht er rückwärts, dann wieder vorwärts. Ohne Anstrengung kommt er aber nicht über jenen Punkt hinaus.

Wenn das Leben des Menschen von Gewinn sein muss, dann geht es nicht ohne Überwindung. Es geht nicht ohne die notwendigen Anstrengungen, und es geht nicht, ohne dass man seine Augen zu Christus erhebt, zum Erlöser, und sich klar wird: “Er hat auch für mich das Kreuz getragen, er ist auch für mich am Kreuz gestorben; denn ich gehöre auch zu jenen gefallenen Engeln, die von Gott aus dem Himmel gestossen wurden.” Man kann bestimmt nicht weiterkommen, wenn man nicht immer wieder in diesen Vorstellungen lebt, wenn man nicht immer wieder bittet: “Gebt mir Kraft, stützt mich in der Zeit der Versuchungen, führt mich aus der Versuchung heraus”, oder: “Behütet und bewacht mich, dass die Versuchung nicht an mich herankommt.”

Man kann nicht ohne Christus leben. Wer behauptet, stark im Glauben zu sein, der muss auch eine Verbindung zu Christus haben. Er muss auch immer aufblicken zu ihm und wissen: “Von ihm kommt die Kraft. Er hilft mir mein Kreuz tragen, er.” Denn Christus schickt die Geisterwelt Gottes aus und sagt: “In meinem Namen gehet hin und lindert ihnen den Schmerz, ihr Unbehagen. In meinem und des Vaters Namen gehet hin und befreiet sie von dem Übel.”

So gehen die Geister Gottes unter die Menschen und wollen diese Befreiung bringen. Und der Mensch ist der Feldherr, er sagt: “Dir kann ich jetzt nicht gehorchen – ein andermal.”

Vielleicht sagt der Fromme, der stark ist im Glauben: “Ich will von euch geführt werden. Ich lege meine Hände in eure Hände, führt mich.” Die Engel sind bereit, die Hände des Menschen zu umfassen und gemeinsam mit ihm zu beten und ihn auf dem Weg des Lichtes durchs Leben zu führen. Es sind die Engel Gottes, die Trost dem Menschen bringen und Tränen trocknen können. Es sind die Engel Gottes, die den notwendigen Balsam den leidenden und schwachen Menschen bringen. Sie kommen im Namen des Herrn, Jesus Christus. Sie umgeben den Menschen. Immer wieder aufs Neue, ja ich möchte sagen, täglich gehen die Engel aus, um festeren Anschluss an den Menschen zu finden. Sie verlassen ihn nicht wieder. Wohl haben sie daneben noch andere Aufgaben zu erfüllen, aber ihr Weg geht immer wieder zu demjenigen Menschen hin, der für sie bestimmt und erwählt wurde.

Diese Schar begleitet den Menschen dereinst auch zurück ins Seelenreich und macht es ihm klar: “Wir hatten den Auftrag, dich im Leben zu begleiten. Im Namen des Erlösers sind wir gekommen, denn du hast seinen Namen heiliggepriesen, du hast den Namen Gottes heiliggepriesen, und wir erfüllen sein Wort.” Wie wundersam ist es für eine Seele, so empfangen zu werden, wenn man ihr sagen darf: “Wir wurden ausgesandt im Namen Gottes und des Sohnes, dich durchs Leben zu begleiten. Hier stehen wir mit dir und führen dich hinein in dein Haus, in deine Wohnung, die wir im Namen Jesu Christi bereitet haben.”

Ich durfte euch im Laufe des Jahres so verschiedene Beispiele erzählen, wie die Seelen ins geistige Reich zurückgekommen sind – manche einfach verlassen, andere mussten gleich in die Verbannung geführt werden. Betrachtet doch einmal die Menschen: Nicht lauter Tugend herrscht unter ihnen. Wir empfehlen doch das edle und gerechte Leben, wir zeigen dem Menschen den Weg, wir sind die Wegweiser in seinem Leben. Wenn Christi Worte “Gehet hin, zeichnet sie” doch in Erfüllung gebracht werden müssen, so gehen die Scharen voll Jubel und Freude zum Menschen hin. Und der Fromme, der Gottausgerichtete spürt die göttliche Führung. Er weiss, dass er es aus eigenen Kräften nicht fertigbringen würde, seine Aufgaben im Leben zu erfüllen. So ist auch die Wertschätzung des Menschen für die Hilfe der Geisterwelt Gottes eine Notwendigkeit.

Wenn ihr es hier in dieser Welt auch nicht fassen könnt, aber: Die wahre Verbindung und die Gesinnung, die man uns, der ganzen Geisterwelt Gottes entgegenbringt, und die Gesinnung, die man dem Mitmenschen entgegenbringt, sind von grosser Bedeutung. Diejenigen, die über die Geisterwelt Gottes höhnen und lachen, dürfen nicht erwarten, dass sie dereinst mit Jubel in Empfang genommen werden. Wer aber ein Treueverhältnis kennt zur Geisterwelt Gottes, mit ihr gelebt und gewusst hat: “Ich werde von den Engeln Gottes geführt, und im Namen Gottes geschieht es, was ich zu ertragen habe”, dem wird anders begegnet, wenn er heimkehrt. Wohl wird auch sein gelebtes Leben betrachtet, doch von grosser Bedeutung ist diese Anhänglichkeit. Denn man ist dann eben schon als Mensch ins Reich Gottes hinübergetreten, wenn man immer darum gebetet hat, dass das Reich Gottes kommen möge. Ja, unter diesem Reiche Gottes ist zu verstehen, dass die Geister, die jenem Reiche angehören, nichts anderes wünschen, als den Menschen mitzuziehen, mit ins Reich Gottes zu ziehen und dass er sich dazu bekennt. So wird es vom Menschen verlangt.

Wenn sich nun wieder dieser wunderbare Erinnerungstag an die Geburt des Herrn nähert, so sollten eure Herzen jubeln darüber. Voller Glück und Seligkeit sollt ihr werden. Ihr sollt nicht nur Freude haben an dem, was euch Menschen bereiten. Sondern der Glanz der Lichter, die überall leuchten, die Vorbereitungen, die Spiele, alles, was getan wird, soll geschehen im wahren Sinne zur Ehre Gottes und zur Ehre des Erlösers – für ihn soll es wirklich getan sein. Glaubt, die Menschheit hat es mehr als nötig, eine solche enge Verbindung anzuknüpfen und in ein tiefes und ernstes Verhältnis zu kommen mit der Gotteswelt. Denn es könnte auch einmal heissen: “Zählt mir die Gerechten, und ich will sehen, wie viele es sind, ob ich die Welt schone um ihretwillen.”

So ist das Gebet eine Notwendigkeit, der starke Glaube und die Hingabe. Glaubt an Gott, den Allmächtigen, glaubt an Jesus Christus, den Erlöser. Tretet in ein inniges Verhältnis mit ihnen, schliesst den Bund der Treue mit ihnen, und haltet die Treue durchs ganze Leben – es ist kurz, das Leben des Menschen.

So, liebe Geschwister, wenn der Höhepunkt des Festes naht, dann kehre ein in die Stille, nur für einige Minuten, und schliesse aufs Neue diesen Bund der Treue. Bitte deinen Schutzgeist, der dich begleitet: “Mahne mich, gib mir die Kraft, dass ich dieses Gelübde bewahre. Lass mich in der engsten Verbundenheit mit den Engeln Gottes leben. Und ich komme ins gerechte Leben, ich trete hinüber in das Reich Gottes, schon jetzt, während ich als Mensch lebe.” Vergesst es nicht zu tun.

Liebe Geschwister, ich möchte noch einige Botschaften [von euren heimgegangenen Angehörigen] geben.

Ich habe die Grüsse eines männlichen Geistes zu überbringen. Als Mensch war er Handelsreisender. Auch wenn er abends müde nach Hause kam, machte er sich schnellstens auf, einen seiner Vereine zu besuchen – als Vater war er so wenig zu Hause. Es war für ihn nicht leicht, sich im Reiche Gottes in die Ordnung einzufinden. Doch heute ist er so weit, er hat die Macht Gottes erkannt, und er lässt sich führen und wünscht den Segen über seine Angehörigen. Gruss und Segen dieses Wesens.

Ein weiterer männlicher Geist: Während seines menschlichen Lebens liebte er besonders das Zeichnen, und zwar waren es Tiere und Landschaften, die er zeichnete. Er ging jeweils sonntags aus und brachte abends Skizzen mit nach Hause, die er dann die Woche hindurch ausarbeitete. Er war ein gütiger Mensch, und es fiel ihm in der Geisterwelt nicht schwer, sich in die Ordnung einzureihen. Auch er ist in Liebe mit seinen Angehörigen verbunden und gibt den Segen und den Schutz über seine Lieben.

Ein weiterer männlicher Geist: Seine Arbeit war Steine klopfen. Dieser Vater war manchmal jähzornig, konnte aber wieder herzensgut sein. Dieses Unausgeglichene musste er in der Geisteswelt gutmachen, er sollte zu einer ausgeglichenen Wesensart gelangen. Dementsprechend musste er durch die Läuterung ziehen. Es war nicht leicht für ihn, er war aber stets guten Willens. Und auch er ist heute so weit, dass er nur mit guten Gedanken verbunden ist mit seinen Angehörigen und ihnen nur den Segen wünscht und alles tut, was in seiner Kraft steht, damit dieser Segen sich entfalten kann.

Der Segen und der Gruss einer Mutter: Diese Mutter lebte in Streit mit einer Schwester, und den Kindern war es untersagt, diese Verwandte zu besuchen. Im geistigen Reiche musste sie zuerst den Frieden schliessen, ehe sie eine Aufgabe auf sich nehmen konnte. Es dauerte auch eine gewisse Zeit, bis es möglich war. Doch heute ist sie auch bereit, zu vergeben und gutzumachen und ihren Angehörigen Liebe zu bringen. So ist es auch Gruss und Segen, den sie übermittelt haben möchte.

Da ist eine weitere Mutter, sie hatte Sprachunterricht gegeben. Man sollte sie an Folgendem gut erkennen: Manches war im Haushalt nicht so geordnet, wie es sein sollte. Sie war aber von überaus guter Wesensart; sie liebte alle ihre Kinder und hatte auch eine grosse Zuneigung zu den Tieren. Diese Mutterseele ist eingereiht in der Ordnung Gottes, und sie erfüllt dort auch eine wunderschöne Aufgabe.

So, liebe Freunde, übermittelte ich euch den Gruss und Segen von einigen eurer Dahingegangenen. Ich kehre wieder ein in meine Welt der Herrlichkeit und überlasse euch alle dem Schutz und dem Segen Gottes. Möget ihr alle einen tiefen Glauben haben. Möget ihr alle gesund werden an Leib und Seele aus der Kraft des Glaubens heraus. Möge euer Funke in euch leuchten und euch immer Wegweiser sein, für euch und eure Mitmenschen. Gott zum Gruss.

Vortrag von Geistlehrer Josef vom 17.12.1960 durch seine Mittlerin Beatrice Brunner im grossen Saal des Musikkonservatoriums Zürich (Vorlage: Tonbandaufzeichnung)

Mit Christus kam ein wunderbares Licht in diese Welt

Lene, 20. November 1963

Mit Christus kam ein wunderbares Licht in diese Welt

“Wir verweisen euch, liebe Geschwister, immer an den Quell der grossen Liebe, des gewaltigen Feuers, der Herrlichkeit – an den Erlöser Jesus Christus. Was hat die Menschheit an ihm? Er gibt jenen, die dürsten, seinen Trunk; jene, die hungern nach geistiger Speise, erhalten sie von ihm. Jene, die in Not und Elend sind, erhalten von ihm das, was sie brauchen. Denn der Erlöser Jesus Christus hat der ganzen Menschheit auch einen Nachlass übergeben. Und so hat man bei ihm die Möglichkeit, sich aufzurichten.”

Lene: Gott zum Gruss. Liebe Geschwister, zwei Brüder aus eurer Gemeinschaft sind heute bei uns eingekehrt. Diese Brüder werden von ihren Freunden, Bekannten und Angehörigen begrüsst. Wenn die Begrüssung und die Besuche vorüber sind, dann nehmen sich die Engel Gottes ihrer an und hören, was sie ihnen zu sagen haben. Aber auch die Engel Gottes werden nachher sich mit ihnen unterhalten. Für uns ist es eine Freude, Geschwister empfangen zu dürfen, die mit uns in Verbundenheit gelebt haben; denn sie sind nicht fremd, sie treten in keinen fremden Ort ein. Alles wird ihnen bekannt werden, und bekannte Gesichter sind da, die sie begrüssen. Für den Menschen, für die Hinterbliebenen, mag es traurig sein, wenn eines Abschied nehmen muss – doch vom Geistigen aus betrachtet ist es eine Geburt, ein Näherrücken an Gott.

Nun, liebe Geschwister, bald kommt das Weihnachtsfest. Bei uns werden ja schon die Vorbereitungen getroffen, oder ich darf sagen: Sie sind schon längst getroffen worden. Ihr geht daran, eure Christbäume zu schmücken, Kerzen, Lichter anzuzünden. Und so wird der Fromme im heiligen Gedenken an die Geburt des Erlösers sein. Lichter zündet man an zur Ehre Gottes, aus Dankbarkeit und in der Freude. Da ist aber noch etwas ganz anderes dahinter. So schön und warm diese Lichter sind, die ihr jeweils anzündet, so ist das Licht doch auch ein geistiges Symbol: Licht erhellt euer Dunkel. Stellt euch vor, wie furchtbar es ist, wenn man ohne Licht in der Dunkelheit ist. Das Licht wärmt euer Gemüt, eure Seele. In der geistigen Welt gibt es auch Sphären, wo Dunkelheit herrscht, und das ist wohl furchtbar. Wenn aber ein Licht da hineingetragen wird, dann erfreut es die Seelen. Dann werden sie – wie die Menschen auch – daran erinnert, dass dieses Licht bei Gott enthalten ist, dass es mehr bedeutet, als die Umgebung zu erhellen: Es ist auch symbolisch. Wenn man dieses Licht nicht nur als eine Notwendigkeit betrachtet, sondern auch seinen geistigen Hintergrund sieht, dann hat man eine ganz andere Verehrung für Gott und steht in einer ganz anderen Bindung zur ganzen heiligen Geisterwelt, zum Göttlichen.

Gott ist in wunderbares Licht gehüllt. Alles ist so wunderschön, so fein. Je edler die Seele eines Geschöpfes ist, umso leuchtender ist sie, strahlt das Licht aus dem Innersten heraus; denn die Geschöpfe erhielten ja von Gott etwas von seinem Licht. Dieses Licht, das vom Menschen getragen wird, ist bei vielen umhüllt; Dunkelheit umgibt dieses Licht, und es vermag nicht, seine Kraft herauszustrahlen. Das Licht ist also, symbolisch betrachtet, von hohem geistigen Wert. Je feiner und edler ein Mensch ist, desto grösser ist die Entfaltungskraft seines Lichtes. Als “edel und fein” betrachte ich: ein heiliges Leben, Gott nahegekommen zu sein – man bringt etwas von seinem Lichte, von seiner Schönheit zum Ausdruck.

Auch Christus empfing von Gott das Licht. Er hat das göttliche Erbe mitgenommen zu seiner Menschwerdung. Dieses wunderbare Licht hatte ihn stets umgeben. Es ist aus der Reinheit seiner Seele und seines Herzens herausgekommen, hat herausgestrahlt. So hat er von Gott auch ein Erbe angetreten.

Die Menschen ihrerseits, sie haben auch etwas aus dem Nachlass ihrer Eltern mit ins Leben getragen. In diesem Nachlass ist allerlei enthalten, sagen wir nun: Man hat das gütige Herz vom Vater oder von der Mutter erhalten, man hat das religiöse Streben vom einen oder vom andern als Erbe erhalten, vielleicht von beiden. Aus diesem geistigen Nachlass ist aber auch Licht übertragen worden. Was die Eltern hatten, übertrugen sie ihren Kindern. Diese kommen also in den Genuss eines geistigen Erbes; die Eltern haben ihnen geistige Werte gegeben, aus ihrem Nachlass sind diese gekommen. Die Kinder selbst haben die Möglichkeit, dieses Erbe, das sie angetreten haben, zu erweitern. Der eine hat mehr erhalten, der andere weniger; aber jeder hat die Möglichkeit, diesen geistigen Reichtum zu erweitern – genau wie die Menschen die Möglichkeit haben, irdischen Reichtum zu entfalten.

Dass das Licht etwas Wunderbares ist, soll euch schon verständlicher werden. Denn Gott gab von seinem Lichte. Und Christus, er selbst, trug dieses Licht des Vaters in die Welt hinein. Seine Geschwister, die Menschen, nehmen von seinem Lichte und tragen es wieder weiter. Wenn ich von diesem Licht spreche, muss man den tiefen Sinn erfassen können. Welch ungeheure Aufopferung und Liebe lag im Wesen des Erlösers! Diese grosse Liebe und das Mitleid, das er hatte, nahm er aus der Erbschaft des Vaters – im Lichte ist es enthalten. Denn das Wesen des Erlösers ist die schönste Schöpfung, die Gott geschaffen, im wunderbarsten Licht und Glanz. Ihr dürft mit euren Gefühlen nicht nur den äusseren Glanz erkennen, die Strahlenpracht, die wertvolle Gewandung. Das alles kann nur in seiner Pracht erscheinen, wenn das ganze Wesen dementsprechend göttlich ist, wenn es dieses Licht, wie Gott es hat, bewahrt. So kommt dieses Licht in der Liebe, in der Güte, im Wohlwollen, in der Barmherzigkeit, in der Nächstenliebe ganz besonders zum Ausdruck.

Wenn ihr euch ganz innig mit der göttlichen Welt verbinden wollt und eure Stimmung andachtsvoll ist, dann zündet ihr auch bei euch zu Hause ein Lichtlein an. Dieses Licht vor euren Augen ist materielles Licht. Ihr wollt aber mehr zum Ausdruck bringen, als nur dieses Kerzlein anzuzünden, damit das Licht leuchtet. Im Innersten eurer Seele möchtet ihr doch sagen: “Dieses Licht soll nicht nur in der irdischen Welt leuchten und Beachtung finden, sondern es soll auch ein geistiges Licht entstehen” – ein geistiges Licht aus dem Verlangen nach Gott, aus dem Verlangen nach Liebe, aus dem Verlangen, im Dienste des Nächsten zu wirken und in göttlichem Sinne zu handeln. Das Handeln im göttlichen Sinne will man in Licht kleiden, in Pracht und Herrlichkeit, in Frieden und Freude.

Die Meditation eignet sich für jeden Menschen so wunderbar. In dieser Stunde kann er ein Lichtlein anzünden, und er kann in seinem Herzen und in seiner Seele Gott verherrlichen. Er bringt so das Verlangen zum Ausdruck: “So, wie dieses irdische Licht leuchtet, sollte auch mein Licht leuchten. Und so, wie dieses irdische Licht die Umgebung erhellt, soll mein Licht die geistige Umgebung jener erhellen, die im Dunkeln sind.” Man will zurück ans Licht – Licht!

Kinderherzen freuen sich am Weihnachtsfest über die vielen, vielen Lichtlein. Freude strahlt aus ihrem Antlitz, kindliche Freude über das Licht: Sie sind so schön, die vielen Lichter! Die Kinder selbst wissen noch nicht um die symbolische Bedeutung dieser Lichter, aber in ihnen ist eine Freude, dieses Licht zu haben, und ein Streben, in seine Nähe zu kommen. Sie möchten Lichtlein anzünden, sie möchten Lichtlein löschen, sie beschäftigen sich damit. Sie finden es in ihrem kindlichen Gemüte doch etwas Wundersames, ein Lichtlein auszulöschen und dann wieder erstehen zu lassen. Das Kind weiss ja noch nicht um den tiefen Sinn dieser Lichter, es kennt ja die Bedeutung nicht.

So werden bei religiösen Handlungen immer Lichter angezündet zur Verherrlichung Gottes. Man sollte das aber nicht einfach hinnehmen, sondern man sollte als eifriger und strebender Geistesmensch diese Lichter als etwas Heiliges betrachten. Man sollte sich bemühen, das persönliche Geisteslicht zu entfalten, zu erkennen: “Woher kommt dieses Licht, und wie habe ich die Möglichkeit, es zu erweitern?” Dann wird man erkennen, dass man nur durch göttliches Wirken die Möglichkeit hat, das innere Licht zu erweitern.

Und es ist doch so: Es gibt Menschen, die sind begehrt, weil man sich an ihrer Seite wohlfühlt, weil man glücklich ist, nur schon in ihrer Nähe zu sein. Man weiss den tiefen Grund dafür nicht – ihr nennt das Wort “sympathisch”: Ihr findet einen Menschen ganz besonders sympathisch, und dann sucht ihr mehr als bei einem andern seine Nähe auf, weil es euch hebt in eurem Gemüte. Das ist das Gefühl des äusseren Menschen, der die geistigen Gesetze zu wenig oder gar nicht kennt, der die Hintergründe dieses sympathischen Menschen nicht kennt. Dieser ist eben ein Mensch, der liebevoll ist, der in sich ein schönes Licht hat; aus ihm leuchtet das warme, göttliche Licht. Er versteht sich mit dem Mitmenschen, weil er ihm freundlich und gut gesinnt ist. Er weist ihn nicht ab, er hat freundliche Worte, er hat Zeit für ihn. Und man fühlt sich bei ihm geborgen, weil man nicht Angst haben muss, man werde von ihm weggewiesen, er interessiere sich nicht. Plötzlich hat man das Gefühl, als wäre man eins geworden mit dem andern. Man kann ihm alles anvertrauen, während man dies bei einem kalten Menschen nicht kann. Diesem kann man doch nichts anvertrauen, denn man spürt ja eine eisige Kälte aus ihm herausdringen; man fühlt sich abgestossen, weggewiesen – man vertraut ihm nichts an. Aber beim andern, aus dem das Licht ausströmt, der Verständnis und Liebe hat, da wärmt man sich; es wird einem so wonnig zumute, man ist glücklich, wenn man bei ihm ist. Man hat eine andere Stimmung, wie ihr es nennt; man wird nicht hinuntergerissen, man wird gehoben, man wird fröhlich.

Ja, das Licht eines solchen Menschen ist ein kostbares Erbe. Und derjenige, der das schätzt, der jenen Menschen aufsucht, gerne bei ihm ist, der hat den Anschluss gefunden. Er stellt sozusagen sein Licht neben das des andern, und die Umgebung wird stärker erhellt, und die Wärme wird auch viel grösser. Man steht nebeneinander, in gleicher Gesinnung, mit dem gleichen geistigen Erbe: dem Licht der Seele, der Wärme der Seele und des Herzens. Bestimmt habe ich recht: Manchem von euch ist es schon so ergangen. Und auch derjenige, der eine Herzenskälte in sich hat und ausgiesst, hat das Verlangen nach einem Menschen, bei dem er sich wärmen kann. Aber es ist so: Seine Kälte ist wie eisiges Wasser, das das Licht des andern löscht. Man muss sich finden, Licht zu Licht.

Und hier bin ich auf dem Punkte: Was kann man tun, um diese Kälte zu überwinden? Was kann man tun, um die Herzenswärme zu entfalten? Wer nach den Höhen trachtet, nach dem wirklich hohen Geistesleben, der ist ein froher Mensch, innen und aussen. Er ist ein fröhlicher Mensch, und er versteht sich gut mit dem Nächsten. So muss man versuchen, diese Freude in sich aufzubauen. Ein Mensch, der von der Geisteswelt geliebt wird, muss eine Toleranz in sich haben. Da können wir nur wieder auf den Erlöser hinweisen: Er war das kostbarste Licht, das die Erde je trug. Er liess sich erniedrigen, er empörte sich nicht, er ertrug das Unrecht. Von seinem Glanze wich nichts. Er sprach zum Vater: “Vergib ihnen; sie wissen nicht, was sie tun” (Luk. 23, 34). Meditiert einmal darüber: Wenn man mit einem Menschen zu tun hat, den man anders haben möchte, als er ist, oder der einen zutiefst in der Seele verletzt hat – gibt man ihm das nicht zu verstehen? Ist man so weit, dass man sagt: “Vater, vergib ihm, er weiss ja nicht, was er tut”? Man könnte sich in den stillen Meditationsstunden üben – üben im Ertragen von Leid, im Versuchen, Mitleid zu empfinden für andere und sich zu wandeln.

Wir verweisen euch, liebe Geschwister, immer an den Quell der grossen Liebe, des gewaltigen Feuers, der Herrlichkeit – an den Erlöser Jesus Christus. Was hat die Menschheit an ihm? Sie hat es noch nicht in allen Teilen erfasst. Er gibt jenen, die dürsten, seinen Trunk; jene, die hungern nach geistiger Speise, erhalten sie von ihm. Jene, die in Not und Elend sind, erhalten von ihm das, was sie brauchen. Denn der Erlöser Jesus Christus hat der ganzen Menschheit auch einen Nachlass übergeben. Und so hat man bei ihm die Möglichkeit, sich aufzurichten. Er will jenen trösten, der von den Menschen verstossen ist, der sich gegen das irdische und das geistige Gesetz vergangen hat. Dieser Heiland, er nimmt ihn auf. Denn keiner lebt auf Erden, ohne dass er gezeichnet ist im Plane Gottes, ohne dass auch er erkannt würde vom Erlöser – sie alle sind ihm angeschlossen. Und jene Menschen, die Hunger und Durst haben, die krank und schwach sind, für sie alle ist er der Erlöser. Menschen jedoch wenden sich ab von einem Mitmenschen, weil seine äussere Erscheinung abstossend wirkt, weil er vielleicht ein Verschwender ist im Leben, und man hat kein Mitleid mit ihm. Aber auch an solche können Stunden kommen, wo sie nach dem Erlöser verlangen. Sie haben sich in der Welt nicht zurechtgefunden, sie sind vom rechten Wege abgekommen; von Menschen werden sie getadelt, verstossen. Aber er nimmt sie auf. Wenn sie zu ihm beten, dann werden sie auch geführt. Wenn einer auch durch das Leiden gehen muss, so wird er doch geführt, denn er hat vom Vater den Funken in sich, er ist ein Kind Gottes. Und so ist Christus der Weg, die Wahrheit und das ewige Licht. An ihn kann man sich halten.

Es ist ein Irrtum des Menschen, wenn er glaubt, er brauche nur zu beten und würde dann zu jeder Zeit sofortige, fühlbare, spürbare Hilfe erhalten. Wenn er aus einer Andacht heraus seine Gebete verrichtet, wird ihm dementsprechend gegeben werden. Aber dieses Geben kann in der Not bestehen, die er tragen muss, weil dies seiner Seele Heilung bringt, weil es seiner Seele zum Lichte verhilft. Darum verstehen die Menschen diese Sprache nicht immer. Wenn sie nach Hilfe rufen, und diese kommt nicht in der Form, wie sie es sich vorstellen, wenden sie sich von Neuem ab. Nein – jedem wird geholfen, so wie er es verdient. Sein geistiges Licht, das er selbst nicht sehen kann, muss sich entfalten. So müssen Menschen verschieden schwere Wege durchlaufen. Wer aber seine Hände ausstreckt nach Gott, der wird geführt werden.

Das Licht, das Jesus Christus empfing und zur Erweiterung und Entfaltung in die Welt trug, muss sich in seiner Klarheit und Schönheit gestalten können, indem ein einzelner Mensch ein wunderbarer Funke wird, indem sich ganze Gruppen von Menschen zusammenschliessen und ein wunderbares Licht werden. Ein wunderbares Licht werden sie durch die einheitliche Gesinnung, durch ihr einheitliches Streben nach dem Göttlichen, nach dem Wahren – verschmelzen ins Licht. Zu Christus, dem Gesalbten Gottes, in seine Welt, in seine Umgebung werden diese unauslöschlichen Fackeln getragen und gestellt, das geistige Licht, das noch viel heller, viel klarer, viel schöner, viel wärmer ist als das schönste Licht, das auf eurer Erde glüht. Ein weiches, farbenreiches Leuchten ist es. Das irdische Licht, das ihr seht und zustande bringt, ist für eure Augen etwas Schönes. Das geistige Licht aber ist umschlossen von einer Vielfalt an Farbenpracht und sprudelt sozusagen seine reiche Farbenpracht heraus, eben diesen Glanz, diese Schönheit. Manchmal vermag ein Mensch in seiner Meditation in einer ganz geheiligten Stunde ein solches farbenfrohes Licht zu sehen. Er weiss nicht, was hinter diesem Lichte ist – vielleicht steht ein führender Geist Gottes dahinter, vielleicht hat man in seine Nähe nur eine solche farbenreiche Fackel gestellt.

Der Himmel ist wunderschön, sein Leuchten ist herrlich. Es leuchten die Heiligen des Himmels, denn sie sind reinen Herzens, reiner Seele; dies gibt ein herrliches Leuchten. Und wenn es nun nicht mehr allzu lange dauert, bis dieses heilige Weihnachtsfest von euch gefeiert wird und ihr eure Wohnstätten auch mit diesen Lichtern schmückt und erhellt, dann soll von euch blitzschnell der Gedanke in unsere Welt eindringen, dass das Licht in der Geisteswelt von einer ungeheuren Schönheit ist und dass du, der du diesen Gedanken trägst, einen Funken von diesem Lichte ungeheurer Schönheit im Innersten deiner Seele birgst. Du hast die Möglichkeit, dieses Licht zu erweitern, sozusagen wie ihr es tut, wenn ihr Kohlen zur Glut tragt, um sie zu entfachen. Dieses Licht im Innersten könnt ihr auch entfalten durch die Tugenden; die Tugenden fügen die wunderbarsten Lichter hinzu. Was es auch sein mag, alles, was zum gehobenen Menschen, zum gehobenen Leben gehört, verbreitet Licht und ist Licht.

So geht in die Stille und versucht, euer inneres Feuer zu erweitern. Bewundert und betrachtet die Lichtlein, die ihr anzündet an diesem heiligen Feste, das kommen wird. Und bewundert und betrachtet die Lichter, die ihr immer anzündet. Sie dienen zur Verherrlichung Gottes. Damit sollt ihr zum Ausdruck bringen:

Hier leuchtet ein bescheidenes Licht. Dieses Licht legen wir Dir im Geiste vor Deine Füsse. Es ist nur das irdische Licht. Aber unser Sehnen, unser Trachten geht zu Dir, o Gott, der Du das höchste und schönste Licht trägst. Wir erinnern uns an Deine Herrlichkeit, die Du trägst, an Deine Erhabenheit. Das, was wir besitzen an Licht, ist nur Schatten. Aber dieses Licht erinnert uns an das Deine, das so prachtvoll ist, das wir stets bewundern, und an das Licht, dem wir so viel zu verdanken haben: an den Erlöser Jesus Christus.

Denn er trug die Erbschaft aus vom Vater. Und wie viel brachte er den Menschen! Er zeigte ihnen den Weg, und sie alle, die da mühselig sind, sollen zu ihm gehen; sie sollen versuchen, von seinem Lichte etwas aufzufangen und in sich zu verwahren – von seinem göttlichen Licht.

Es kann nicht nur bei der äusseren Form bleiben, sondern wenn man von diesem Licht spricht, muss man sich auch damit beschäftigen: Wie entfaltet sich das Licht? Ihr könnt auch nicht einfach sagen: “Hier sei jetzt eine Flamme!” Ihr müsst auch etwas unternehmen und zuerst die Mittel dazu erwerben; dann müsst ihr das Licht anzünden – erst dann könnt ihr es geniessen. So ist es bei euch. Ihr müsst zuerst den Weg machen, um dieses Licht zu erwerben. Und dann, wenn es euch gegeben ist, müsst ihr immer noch dafür besorgt sein, dass es erhalten bleibt. Gepflegt will das Licht werden, sonst löscht es aus.

So, liebe Geschwister, diese heilige Weihnachtszeit ist eine Zeit der Freude, des Jubels, weil der Erlöser Mensch geworden ist und das Licht in die Welt trug. Ihr alle und die ganze Christenheit müssen Träger dieses geistigen Lichtes werden, müssen aber auch Träger des geistigen Erbes sein, das Jesus Christus in Tat und Wahrheit in sich trug und den Seinen wieder gab. So, liebe Geschwister, muss man das Licht betrachten und über das Licht meditieren. Und wenn die Weihnachtszeit kommt, sollen sich eure Herzen erfreuen, und euer innerstes Licht soll sich so entfalten, dass ihr damit nicht nur euch selbst glücklich macht, sondern andere Menschen mit beglückt, sie mit wärmt mit eurem eigenen Feuer – durch euer Wohlwollen, durch eure Dienstbarkeit, durch euren Frohsinn. Dieses sollt ihr versuchen, in der heiligen Weihnachtszeit aufzubauen, und dann für die Zukunft bewahren.

Liebe Geschwister, denkt gut nach über das wundersame Gotteslicht. Freut euch über die Zeit, die nun wieder kommt und Jung und Alt beglücken kann. Wollen wir doch hoffen, dass der Zeitpunkt auch für jene kommen wird, die abseitsstehen müssen in dieser Welt, die keine Möglichkeit haben, an einen Quell zu treten, wie es Christus ist, um so ihre Herzen und ihre Seelen zu erwärmen und von seinem Feuer für sich zu nehmen. Möget ihr in den Gebeten auch all jener gedenken, die ausserhalb stehen. Durch das Gebet, das ihr verrichtet, wird auch jenen doch ein kleiner Teil des Vermächtnisses vom Erlöser übergeben, das für sie spürbar wird – wenn es nicht ein allzu rauer Mensch ist.

So, liebe Geschwister, trachtet nach dem hohen Sinn des Lebens, tretet ein in das Reich des Herrn; euer Leben wird wundersam werden. Entfaltet das Licht in euch, und wir wünschen, dass wir uns bei euch sonnen können. So möge Gott euch allen die Kraft und die Einsicht dafür geben. Lasst uns Geister Gottes, die wir mit euch allen zu tun haben, uns an euch sonnen. Gott zum Gruss.

Vortrag von Geistlehrerin Lene vom 20.11.1963 durch ihre Mittlerin Beatrice Brunner im Saal an der Münchhaldenstrasse, Zürich (Vorlage: Tonbandaufzeichnung)

Weihnachtsabendmahl

Josef, 15. Dezember 1963

Weihnachtsabendmahl

Die Engel des Himmels sind im Namen des Erlösers ausgesandt, um den Seinen auf Erden den Beistand zu geben. Beglücken soll es den Menschen, fröhlich soll es ihn stimmen, zu wissen, dass heilige Geister bei ihm sind, um ihn auf seinem Lebensweg zu behüten und zu beschützen.

Josef: Gott zum Gruss. Liebe Geschwister, ich bete für euch:

Himmlischer Vater, im Namen Deines Sohnes, des Erlösers, sind wir alle zusammengekommen, um Dich zu bitten, Dich zu loben, Dich zu ehren, Dich aber im Besonderen zu bitten: Halte Deine segnenden Hände über diese ganze Gemeinschaft, über jedes Einzelne. Du, Herr und Heiland, nimm jedes auf in Deinen Bund. Amen.

Liebe Geschwister, im Gedenken an den Erlöser kommt ihr jeweils an diesen besonderen Tagen zusammen. In seinem Gedenken nehmt ihr dieses Liebesmahl ein. Dadurch gebt ihr immer wieder aufs Neue der Verbundenheit zu ihm Ausdruck. Und so wird auch die geistige Welt ihre Freude über diese Verbundenheit haben. Die guten Geister des Himmels werden euch zur Seite stehen, denn ihr seid im Bunde mit ihnen. Sie versuchen nach bestem Können, euch zu schützen und vor jeder Ungerechtigkeit zu bewahren. Sie versuchen immer, euch Hand zu bieten.

Wenn man dieses wahrhaftig weiss, sollte das jeden Einzelnen glücklich stimmen. Er sollte froh darüber werden, dass er von einem Geist des Himmels behütet und begleitet wird – von einem Wesen, das ihm einst entgegengehen wird, das ihn einst in die andere Welt führen wird. Denn niemand, der in dieser Gemeinschaft ist, der im Bunde mit der guten, heiligen Geisterwelt steht, soll unbegleitet von der göttlichen Welt hinübergehen. Sie alle sollen bei den guten Geistern ihren Fürbitter finden. Sie sollen in der neuen Welt den Dank empfangen. Es soll der Lohn dafür sein, für die Überwindungen, die sie im täglichen Leben aufgebracht haben. Es soll aber auch der Lohn dafür sein, dass sie von ihren Mitmenschen oftmals ausgelacht wurden wegen ihrer Einstellung, wegen ihres Glaubens an diese andere Welt. Das wird einst die Belohnung sein. Sie werden frohlocken, und sie werden sich in jeder Beziehung freuen, dass sie die Kraft gehabt haben, im Leben standhaft zu bleiben.

Wir wissen, wie schwer es für viele Menschen ist, dieser anderen Welt die Treue zu halten. Wir wissen aber auch, wie schwer es für viele ist, an sie zu glauben – zu glauben, dass es Wesen gibt, die bereit sind, einen zu begleiten, einem Trost und Hilfe zu geben. Viele Menschen können nicht an diese andere Welt glauben, obwohl es doch wahrhaftig die wahre Heimat ist, die Welt der Wirklichkeit. Denn dieses Erdenreich, in dem die Menschen leben, ist nur ein Schattenreich. Das Reich der Seligkeit, der Wirklichkeit kommt erst nach dem Tode. Und dann kommen die Belohnungen für das Gute, das man getan hat. Es wird alles seine Früchte bringen, was man im Guten geleistet, was man für Gott getan hat. Manche Überwindung, die mit Mühe aufgebracht worden ist, wird ihre Belohnung finden, weil man für ein besseres Leben, für eine andere Welt gelebt hat.

So finden wir es immer notwendig, euch darauf aufmerksam zu machen, denn dieses Wissen soll euch wahrhaftig in eurem Herzen und in eurer Seele freudig stimmen. Ihr sollt nicht betrübt einhergehen, sondern frohen Mutes sein. Ihr habt doch wahrhaftig alle Ursache dafür. Fröhlich sollt ihr werden, euer tiefer Glaube an Gott soll euch diese Fröhlichkeit des Herzens geben. Denn wenn einst jene Stunde naht, sollt auch ihr in diesem Frohmut in die andere Welt hinübertreten. Seid nicht zaghaft, nicht ängstlich, wenn sie vor euch stehen, wenn vielleicht gestrenge Augen auf euch gerichtet sind. Seid trotzdem frohen Mutes. Ihr sollt euch doch sagen dürfen: “Auch wenn ich in meinem Leben nicht viel für Gott getan habe, habe ich aber einen tiefen Glauben an ihn gehabt. Ich habe an seine unvergängliche Welt geglaubt, an die Geister des Himmels. Ich habe an den Erlöser geglaubt, ich habe nach meiner besten Kraft von seinem Heils- und Erlösungsplan aufgenommen. Ich war ja nur ein schwacher Mensch, und ich bin oft gestrauchelt – ich weiss es. Aber ich hatte einen Glauben, und so bitte ich, dass mir dieser Glaube mit Gold gewogen wird.”

Wer mit diesem Denken in diese andere Welt hinüberschreitet, dem wird es mit Gold gewogen. Denn bedenkt einmal die Menschen, wie sie leben und denken. Sie wollen nicht an Geister Gottes glauben. Ja an das Böse glauben sie, aber sie wollen es nicht fassen, dass gütige Hände den Menschen durchs Leben führen können, dass der Mensch unsichtbar geführt wird; dass im Schlafe, nur wenn der Körper ruht, der Geist wach ist, er getröstet wird, dass man sich mit ihm unterhält, ihn unterrichtet. Wie glücklich ist einer, zu wissen, dass, auch wenn er eingekleidet ist in den menschlichen Leib, dieses Wissen, dieser Glaube tief in seiner Seele liegt, dass er durch seinen Mund zum Ausdruck kommt und sein Denken und Wollen darauf ausgerichtet ist. Darum hat der Mensch alle Ursache, glücklich zu sein.

Und jetzt: Weihnachtsstimmung ist es. Umso mehr sollte der Christ glücklich werden über diese Botschaft, die verbreitet wird. Wir machen immer wieder darauf aufmerksam, auch durch unsere geistigen Freunde, dass man in die Stille gehen muss, dass man darüber meditieren kann. Wenn man die Stille aufsucht, gibt man den Geistern Gelegenheit, sich dem Einzelnen besser verständlich zu machen. Sie wollen sich also nicht nur nähern – das tun sie auch, währenddem man arbeitet –, sie möchten sich mit ihm unterhalten, in den Menschen hineingehen und sich seines Denkens bemächtigen. Sie möchten ihm auch gewisse Worte auf die Zunge legen, seine Hände führen, ihn bewegen, und sie möchten voll und ganz Besitz von ihm nehmen und ihn so zu einem göttlichen Werkzeug machen.

Die Geisteswelt Gottes weiss aber auch, wie schwer es ist, den Menschen auf diese Art zu führen. Sie nimmt die wunderbaren Botschaften zu Hilfe, die dem Menschen gegeben werden. Es sind gerade diese heiligsten Feiertage, das Weihnachtsfest, das Fest der Verheissung für die Menschheit von damals. Es wurde ihr erklärt, dass der Heiland geboren wurde und die Brücken geebnet würden zum Himmelreich; der Heiland sei geboren worden. Und diese Botschaft hat auch heute noch für die Menschen eine grosse Bedeutung. Der Heiland ist ihnen für alle Zeiten verheissen, in alle Ewigkeit. Solange es Menschen gibt auf dieser Erde, ist es eine wunderbare Verheissung. Der Heiland ist geboren, die Erlösung hat stattgefunden. Frei ist der Weg ins Himmelreich durch ihn geworden. Dieses Wissen sollte den Menschen umso glücklicher stimmen. Umso berechtigter ist es, dem Nächsten Freude zu machen. Man soll ihn im Namen Jesu Christi beschenken, in grosser Freude darüber, dass man von Gott beschenkt worden ist. Man soll Frieden verbreiten, man soll die Güte seines Herzens zum Ausdruck bringen, Frohmut in jeder Hinsicht gestalten.

Das Weihnachtsfest: Welch wunderbare Botschaft wird der Menschheit immer wieder gegeben. Es ist nicht die einzige Botschaft des Jahres, die den Menschen aufs Neue festigen, aufs Neue mit der göttlichen Welt verbinden will. Welch wunderbare Botschaft wird auch verkündet in der österlichen Zeit. Es ist das Leben und Wirken des Erlösers, was alles aus ihm heraus hervorgebracht wurde. Nun ist die Verheissung vollkommen geworden. Christus hat einen schweren Weg hinter sich gelegt. Er hat seine Aufgabe erfüllt. Aber der Mensch muss wissen, warum Christus diesen Leidensweg gehen musste. Und er soll wissen, was es bedeutet, dieses Kreuz zu tragen. Denn auch heute noch wird vom Menschen verlangt, dass er ihm nachfolgt, dass er ihm nachgehen und auch versuchen soll, sein Kreuz zu tragen (Mat. 16, 24). Er soll seine Beschwerden und Mühsale auf das Kreuz des Erlösers legen, denn Christus hatte wohl viel Schweres auf sich genommen – er hat es getragen. Und was ist es, was der Mensch trägt? Er vermag es auch noch auf das Kreuz des Erlösers zu legen. Wenn er es tut, dann wird sein Kreuz, das ihm gegeben wurde, viel leichter sein. Denn Christus hatte ja das Kreuz für die ganze Menschheit getragen und den Sieg hervorgebracht.

Die Gotteswelt weiss, dass nicht nur sie im Kampfe um den Menschen steht, sondern dass es genau ist wie damals, als jene niederen Geister vorhanden waren, die den Menschen als Werkzeug benutzten. Und so ist es heute noch. Diese Niederen sind es, die sich der Menschen bemächtigen und sie in Versuchung führen, die nur das Böse, das Unwillige am Menschen sehen möchten. Sie tun das Ihrige. Und der Mensch, schwach, weiss nicht, wohin es ihn zieht; er ist nicht fest in seinem Glauben, und er verfällt diesen Versuchungen. Es ist schade um ihn. Ist er aber tief im Glauben, vermag manche Versuchung nicht an ihn heranzukommen. Denn felsenfest ist er geworden in seinem Glauben; er hat um sich einen solchen Felsen aufgebaut. Sein ganzes Denken und Wollen ist felsenfest geworden in seinem Glauben. So vermag dieses Niedere dann viel weniger an ihn heranzukommen.

Wir wissen aber auch, wie schwer es ist für den Menschen, in dieser Welt zu leben, dass er täglich schwer zu kämpfen hat um sein tägliches Brot. Umso schwerer ist es, seinen Vorsätzen treu zu bleiben. Umso grösser ist die Belohnung, umso schwerer wiegt dann das Gold, mit dem die Treue des Einzelnen gewogen wird. Je grösser die Versuchungen sind, je grösser die Kraft aus dem Innern herauskommt durch den Glauben, umso mächtiger, umso gewaltiger wird der Segen Gottes auf den Einzelnen zukommen. Nichts wird umsonst sein.

Aber die Menschen müssen einen Halt haben, nicht einen irdischen Halt, sondern in erster Linie muss er geistig sein. Nur die geistige Kraft ist es, die ihn aufrichtet, tröstet, die ihm Mut und Lebensfreude bringt – die ihm den Weg zeigt, den er hier auf Erden durchschreiten muss. Die geistige Welt vermag ihm den Frieden in der Seele zu erweitern und trägt das Ihrige dazu bei, um in der Familie in Frieden zu leben. Die geistige Welt ist es, die es vermag, mit dem tiefen Glauben des Einzelnen zu wirken, sodass er eben vieles überwindet und immer wieder dem andern verzeiht und versteht, dass auch der andere in seinen Schwächen lebt und man versuchen muss, ihm zu vergeben – dass man lernen muss, ihn zu verstehen. Dann werden sein Leben und das Leben des andern wertvoll werden.

Denn gemeinsam muss man vorwärtsschreiten, gemeinsam muss man in der Familie das Kreuz tragen. Man soll nicht glauben, man hätte nur ein persönliches Kreuz – ja die ganze Familie trägt zusammen das Kreuz, und man legt gemeinsam die Bürden auf das gemeinsame Kreuz. Umso leichter wird dann die Bürde, wenn viele an derselben Last tragen. Die heilige Geisterwelt Gottes ermöglicht es euch, diese Last zu tragen, denn sie will ja mit euch sein, sie will mit euch verstehen. Sie will aber auch euch die Kraft zur Überwindung geben, wenn ihr guten Willens seid, wenn ihr immer wieder aufs Neue die Hände ausbreitet für den Bund des Erlösers, um in seine heilige Familie einzutreten, in sein Königreich. Denn er ist der König über die ganze Geisterwelt; er ist der König über alle Menschen, ob sie ihn annehmen oder nicht.

Welch wunderbare Verheissung ist in dieser Botschaft, wenn sie gegeben wird; welche Freude dürfen die Menschen empfangen, wenn es heisst, dass der Heiland aufgefahren ist, heimgegangen ist zum Vater, um die Wohnungen zu bereiten (Joh. 14, 2). Heimgegangen zum Vater – welche Freude sollte doch über die Menschen kommen, zu wissen, dass eben diese heiligen Geister von ihm gesandt worden sind, dass sie ausgehen werden zu allen Menschen, dass sie ihre Aufgabe in seinem heiligsten Namen erfüllen. So viel Wunderbares bringen diese Botschaften, die immer wieder den Menschen gegeben werden. Alles mag vergehen, aber diese Worte werden nie vergehen. So sollte man sich vertiefen in diese Botschaften, in diese Gaben des Himmels. Man sollte mit Freuden den Segen des Himmels aufnehmen.

Sie sind da, die heiligen Geister des Himmels, um den Menschen zu erfüllen, um ihn zu stärken, zu heben und ihn zu einem höheren Denken und Leben zu veranlassen. Sie tun das Ihrige im Namen des Erlösers, wenn ihr euch dazu bekennt, in seinem Bund zu stehen. Wenn ihr jetzt wiederum hierhergekommen seid und so diese Verbundenheit zum Ausdruck bringen wollt, wenn ihr in eurem Herzen, in eurer Seele denkt:

“Wir gehören Dir in alle Ewigkeit, Dir sind wir verschrieben, Dir, Heiland und Erlöser; Du bist mein König, vor Dir neige ich mich, Du bist mein König, Dich lobe und preise ich, denn Dein bin ich in Zeit und Ewigkeit”,

dann gebt ihr die Hand zum Bunde. Durch euer Hierherkommen stärkt ihr diesen Bund und besiegelt ihn immer wieder aufs Neue. Und so soll es sein. Denn auch mit eurem besten Willen, das Gute zu tun, geht ihr immer wieder auf Seitenwege. Die heilige Geisterwelt Gottes weiss es. Aber sie möchte jedem die Gelegenheit geben, die Liebe und die Treue wieder zu erneuern, damit ihr alle wieder aufs Neue für diesen Bund gestärkt werdet, damit die Heiligen des Himmels wieder in vermehrtem Masse in euch Einkehr halten können. So möchten wir euch doch in dieser Stunde Gelegenheit geben, darüber nachzudenken, was in Ordnung zu bringen ist, und wir möchten euch bitten: Vergebt all jenen, die euch in irgendeiner Weise beleidigt haben und wo euch in irgendeiner Weise unrecht getan wurde. Denkt an den Erlöser, was er auf sich genommen hat. Er hat es für euch getan, für jeden Einzelnen.

So möchten wir, dass jetzt eine kurze Ruhe über euch kommt, damit euch Gelegenheit gegeben wird, in euch einzukehren, Vorsätze zu fassen, damit es euch aber auch möglich wird, diese Vorsätze für die Zukunft zu erfüllen. So möchte ich bitten, dass etwas Musik gespielt wird und ihr versucht, nachzudenken, was in eurer Seele zu ordnen ist. Denn die Heiligen des Himmels, sie alle, wollen bei euch Wohnung nehmen.

Herr und Heiland, Dich flehe ich an, vergib jedem hier seine Schulden, und gib ihm Deine Barmherzigkeit. Halte Du Deine segnenden Hände über jedes Einzelne hier.

Himmlischer Vater, wir flehen Dich an, segne uns diesen Wein, denn er ist das Sinnbild vom Blute Jesu Christi, das am Kreuz geflossen ist zur Erlösung der Menschheit. Herr, segne diesen Wein, und lass ihn jedem zum Heil gereichen, der davon trinkt.

Vater im Himmel, segne uns dieses Brot. Denn dieses Brot ist das Sinnbild vom Leibe Jesu Christi, der am Kreuz gestorben ist zur Erlösung der Menschheit. Herr, segne Du dieses Brot, und lass es jedem zum Segen werden.

So bitte ich, euch zu erheben; nehmet, esset und trinket davon.

Vater im Himmel, die Deinen danken Dir für den Segen. Und sie bitten Dich, Du mögest Dich nie von ihnen abwenden. So loben und preisen sie Dich in alle Ewigkeit. Amen.

[Die Schlussworte Josefs sind nicht erhalten.]

Abendmahlansprache von Geistlehrer Josef vom 15.12.1963 durch seine Mittlerin Beatrice Brunner im Saal an der Münchhaldenstrasse, Zürich (Vorlage: Tonbandaufzeichnung)

Christus, der Retter und Erlöser der Menschheit

Josef, 3. Juni 1979 (Ausschnitt)

Christus, der Retter und Erlöser der Menschheit

Im Auftrag Gottes ist Christus in diese Welt gekommen, um die einst abgefallenen Wesen zurückzugewinnen, um ihnen den Weg zurück zum Vater zu ebnen.

Josef: [...] Liebe Geschwister, Christus erklärte den Menschen: “Der Vater hat mir von allem, was ihm gehört, gegeben. Und er hat mir den Auftrag gegeben, dafür besorgt zu sein, dass alles gerettet werde, dass niemand verloren gehe.” (Joh. 6, 37–39.) Der Vater hatte ihm das gesagt, der Vater hatte ihn ja mit diesem Auftrag betraut – Christus sollte der Menschheit Retter sein. Denn es gingen doch einst in der Himmelswelt Scharen von Wesen verloren. Durch ihren Ungehorsam hatten sie die Himmel verlassen müssen. Aber man wollte sie wieder zurückgewinnen. Zurückgewinnen! Erkämpft sollten sie werden. Sie sollten dem andern [Luzifer], der sie mitgezogen hatte, weggenommen, abgezwungen werden. Christus sollte sie erretten. Als Retter sollte er in das menschliche Dasein treten.

Was für Gesetze hatten die Menschen vor der Menschwerdung Christi? Da hiess es doch “Auge um Auge, Zahn um Zahn” (2. Mos. 21, 24). War dies wirklich die wahrhaftige Lehre von Gott? Kann es denn wirklich sein, dass Gott auf der einen Seite solches sagte und auf der anderen Seite einen Retter sandte, der niemand richten und verurteilen, sondern die ganze Menschheit erretten sollte? Einen Retter, der von Liebe sprach, davon, dass man den Nächsten zu lieben habe? Dieses und vieles andere vermochten die Menschen dazumal nicht zu verstehen. Denn da kam jetzt einer, der behauptete, Sohn Gottes zu sein, und der davon sprach, dass man das Böse mit dem Guten vergelten sollte. Das schien ihnen unmöglich, waren sie doch anders belehrt worden. Aber war es die Wahrheit, die ihre Oberen verbreiteten? Frage: War das, was jene geboten, der Wille Gottes? Nein.

Es war die Aufgabe und der Auftrag Christi, die Menschheit zu erretten. Und dafür hatte er in seinem menschlichen Dasein auch manchen inneren Kampf durchzufechten. Denn obwohl er Gottes Sohn war und er sich dessen auch voll und ganz bewusst war, wurde er den Menschen in allem gleich, das heisst, er fühlte gleich wie die Menschen, er hatte Angst wie jeder Mensch. Auch er hatte Angst, und so wandte er sich in mancher stillen Stunde dem Vater zu und bat ihn um Beistand. So kamen das eine Mal die Engel des Himmels und trösteten ihn, brachten ihm Kraft und Mut. Das andere Mal wurde es ihm ermöglicht, die Worte des Vaters zu vernehmen, die Verbindung mit dem Vater zu haben. So wurde er jeweils wieder erfüllt und gestärkt für seine Aufgabe.

Aber in der Zeit, wo er in geistiger Not war, rief er doch zum Vater und bat ihn: “Vater, Dich habe ich immer verherrlicht in meinem Leben. Verherrliche Du jetzt auch mich.” Damit wollte er doch den Vater um innigen Beistand bitten. Er sprach diese Worte auch im Beisein seiner Jünger, denn er wollte, dass sie es vernehmen konnten, wie er den Vater anflehte: “Verherrliche doch mich, so wie ich Dich verherrlicht habe.” Diese Jünger sollten es miterleben, dass Christus, der Sohn Gottes, mit einem Auftrag in diese Welt gekommen war und nun auf die Stütze, auf den Beistand Gottes hoffte; denn er war doch bereit, sein Leben hinzugeben für seinen Glauben an Gott. Sein Glaube war so stark, dieser Glaube konnte ihm nicht genommen werden. Hatte er doch im Geiste diese Schau und diese Erlebnisse, wusste er doch wahrhaftig, wer er war. Aber er bat um weniges, er bat um Unterstützung: “Vater, verlass mich nicht, denn ich lebe für Dich und die Meinen, die Du mir gegeben hast. Ich will sie Dir zurückbringen, denn Du hast sie mir anvertraut, und mein Leben hindurch habe ich Dich verherrlicht, ich habe von Dir geredet, von Deinem Reich gesprochen – gib doch mir auch etwas von der Verherrlichung.” Damit wollte Christus zugleich, dass seine Umgebung es erkennen würde, wer er wahrhaftig ist. Denn mit Ausnahme seiner Jünger waren die Menschen nicht bereit, ihn als den Sohn Gottes anzunehmen. (Joh. 17.)

Ich möchte euch an die Worte erinnern, die Christus über die Welt gesprochen hat; so oft hatte er doch auf die Welt hingewiesen und gesagt: “Die Welt hat nichts an mir. Ich gehöre nicht in diese Welt hinein. Sie hat nichts an mir, diese Welt.” (Vgl. Joh. 8, 23 und 18, 36.) Er war der Erretter dieser Welt; aber Anteil, Eigentum haben an ihr konnte er nicht, herrschen konnte er nicht in dieser Welt – sie gehörte einem andern. Aber durch Christus, durch ihn ist doch die Welt geworden. Durch den Willen des Vaters ist alles Leben entstanden. Alles hat er in die Hände seines Sohnes gegeben. Und nun musste Christus seinen Mitmenschen auch zum Ausdruck bringen: “Seht, die Vögel des Himmels haben ihre Nester, der Wolf hat seine Höhle, der Menschensohn aber hat nichts, wo er sein Haupt hinlegen kann” (vgl. Mat. 8, 20). Damit ist doch gemeint: Nichts, aber gar nichts ist in dieser Welt sein Eigentum, dass er darüber hätte verfügen können. Denn diese Welt gehörte doch einem andern. Und Christus, er wollte als Retter in diese Welt kommen, er wollte den Menschen den Weg zurück zum Vater wieder bahnen. Er wollte ihnen zeigen, welches der Weg ist, den der Mensch zu gehen hat, damit er wieder in seine himmlische Heimat zurückkehren kann. Denn die Welt war und ist ja keine bleibende Stätte. Sie ist ein Prüfungsort. Und in dieser Welt herrscht bis zum heutigen Tag jener, der das Böse befiehlt. All das Morden auf dieser Welt, all dieses Unheil geschieht im Auftrag jenes Geistes, dem die Herrschaft über diese Welt gegeben ist.

Aber durch die Errettung, die Christus gebracht hat, durch die Erfüllung seines Auftrags ist es möglich geworden, in dieser Welt eine geistige Stätte zu erstellen, eine Kirche Gottes, eine Kirche, die unter Gottes Herrschaft steht, eine geistige Stätte, in die der Mensch, der da lebt, Einkehr halten kann. Diese geistige Kirche Gottes, die unter der Herrschaft Gottes steht, ist nicht erbaut aus Holz, aus Stein und dergleichen. In dieser geistigen Kirche kommt es auf die innere, höhere Gesinnung an, auf den Glauben des Menschen. Sie ist eine Stätte des Glaubens, eine Stätte der Hoffnung, des Trostes, der Gerechtigkeit – und diese Stätte heisst Kirche Gottes. Christus selbst sagte doch: “Jeder Mensch hat in sich das Reich Gottes” (vgl. Luk. 17, 21). Das Reich Gottes ist inwendig im Menschen. Aber das Reich Gottes kann in Unordnung gebracht werden, es kann in Dunkelheit hineingelegt worden sein, sodass man nicht mehr von einem Reich Gottes sprechen kann, das inwendig im Menschen ist. Jene Menschen haben das Reich Gottes in sich, bei denen die Liebe, die Hoffnung, die Gerechtigkeit walten, bei denen die Treue, die Demut, die Bescheidenheit, die Hilfsbereitschaft, die Güte, die Barmherzigkeit vorhanden sind. Diese Tugenden machen das Reich Gottes aus, das inwendig im Menschen ist. [...]

Ausschnitt aus dem Vortrag von Geistlehrer Josef vom 3.6.1979 durch seine Mittlerin Beatrice Brunner im grossen Saal des Musikkonservatoriums Zürich (Vorlage: Tonbandaufzeichnung)

Heft 6/2021
Preis USD 4.00
21 Seiten, 21 × 29,7 cm